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Wohnen & Arbeiten

Aktive Kernbereiche - Entwicklung von Innenstädten und Ortskernen

Richtungsweiser nach Schotten (c) Brigitta Möllermann

Richtungsweiser nach Schotten (c) Brigitta Möllermann

„Städte sollen lebendig sein. Dafür benötigen wir auch einen attraktiven Innenstadtbereich, in dem sich alle wohl fühlen und sich gern aufhalten. Daher sind wir sehr froh, dass die Stadt Schotten auch 2016 vom Innenstadt-Förderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ profitiert und 1.359.000 Euro erhält. Damit wollen wir uns dafür engagieren, dass Schotten weiter an Qualität gewinnt und die Menschen hier vielfältige Angebote nutzen können“, erklärt Eva Goldbach, Sprecherin für Kommunales und ländlichen Raum von den GRÜNEN im hessischen Landtag.

„Die Herausforderung liegt darin, die vielen Aspekte einer lebendigen Innenstadt zu vereinen und dabei den Charakter unserer Stadt zu bewahren. Einzelhandel im Zentrum, Wohnen und Kultur gehören gleichermaßen zu einem attraktiven Kernbereich. Innenstädte müssen aber auch Standorte für Unternehmen, Möglichkeiten zum Arbeiten und eine intelligente Verkehrsführung bieten. Und sie leben von vielseitigen Freizeitangeboten sowie ausreichend freien Räumen für Grünflächen.“

Einst war der zentrale Marktplatz selbstverständlicher Mittelpunkt der Städte. Später wanderten Einkaufen oder Wohnen oft in Randgebiete, so dass der Kern mancherorts nicht mehr die Funktion eines aktiven und zentralen Versorgungsbereichs erfüllt. „Das Förderprogramm setzt genau hier an und hilft, die Stadtzentren wieder zu beleben. Denn mitten in der Stadt einkaufen, leben, Freizeit verbringen und arbeiten, das sind die Grundpfeiler einer lebendigen Stadt“, erläutert Goldbach.

„Besonders froh sind wir dabei über die Neuaufnahme von Klimaschutzaspekten im Förderprogramm. Beispielsweise tragen die energetische Modernisierung von Gebäuden oder attraktive Fuß- und Radwege durch die Innenstadt eine Menge für aktiven Umwelt- und Klimaschutz bei. Das ist vor allem aus grüner Sichtweise ein wichtiger Aspekt, den wir auch in Schotten berücksichtigen wollen.“

Land und Bund stellen den hessischen Kommunen in diesem Jahr 14,4 Millionen Euro zur Aufwertung ihrer Innenstädte zur Verfügung. Dazu kommt der kommunale Eigenanteil, und so werden 2016 insgesamt rund 21,6 Millionen Euro in die hessischen Innenstädte und Ortskerne investiert – ein wesentlicher Anteil davon für Wohnprojekte in der Innenstadt.

Die derzeit beteiligten 20 hessischen Städte und Gemeinden sowie zwei interkommunale Gruppen mit insgesamt fünf Standorten sind bereits seit einigen Jahren im Programm „Aktive Kernbereiche“ integriert. Sie können jährlich über einen Zeitraum von zehn Jahren von weiteren Fördermitteln profitieren. Mit diesem Geld können die Gestaltung von Straßen, Plätzen und Freiflächen finanziert, die energetische Modernisierung und Instandsetzung von Immobilien vorangetrieben oder bauliche Investitionen in kulturelle oder soziale Einrichtungen vorgenommen werden.

Förderung verteilt auf die Einzelstandorte

Baunatal  132.000 Euro

Bürstadt 572.000 Euro

Frankenberg (Eder) 1.068.000 Euro

Frankfurt am Main 492.000 Euro

Fulda 601.000 Euro

Ginsheim-Gustavsburg 286.000 Euro

Grebenstein 34.000 Euro

Hanau 534.000 Euro

Heppenheim 1.659.000 Euro

Herborn 86.000 Euro

Hofgeismar 1.788.000 Euro

Kassel 701.000 Euro

Limburg a. d. Lahn 458.000 Euro

Mörfelden-Walldorf 118.000 Euro

Offenbach 309.000 Euro

Schlüchtern 1.073.000 Euro

Schotten 1.359.000 Euro

Viernheim 334.000 Euro

Wiesbaden 434.000 Euro

Wolfhagen 143.000 Euro

Interkommunale Kooperationen

Gruppe 1 - 858.000 Euro

Bad Wildungen, Edertal-Giflitz + Edertal-Bergheim, Fritzlar

Gruppe 2 - 1.359.000 Euro

Grasellenbach-Hammelbach, Wald-Michelbach


Weitere Informationen zur Städtebauförderung und zum Förderprogramm Aktive Kernbereiche in Hessen finden Sie unter: www.nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de

Quelle Text: Eva Goldbach

2018 Vogelsberg