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Wirtschaft & Entwicklung

Rückblick: Alsfelder Herbstmesse 2013

Landrat Görig (Mitte) im Interview mit Michael Gelhardt (c) Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Görig (Mitte) im Interview mit Michael Gelhardt (c) Pressestelle Vogelsbergkreis

Über 400 Aussteller aus Handel, Handwerk, Gesundheit und Tourismus prägen jedes Jahr die dreitägige Herbstmesse in Alsfeld. Vorträge, Kinderunterhaltung und ein Live-Musikprogramm bieten den vielen Besuchern bei freiem Eintritt zusätzlich gute Unterhaltung. Im November 2013 initiierte der Landrat des Kreises, Manfred Görig, als Pilotprojekt eine spezielle Vogelsberghalle. An den Ständen der Halle 3 wurden die Kompetenz der Kreisverwaltung wie auch die Vielfalt und Innovationskraft heimischer Unternehmen präsentiert.

Dort waren unter anderem zu finden: Sparkasse Oberhessen, Geopark Vulkanregion, Vogelsberg Consult GmbH, Energiegenossenschaft Vogelsberg eG, Polizeidirektion Vogelsberg, Schottener Soziale Dienste gGmbH, OVAG Energie AG, Stadt Alsfeld, Pro Vogelsberg und die Verlagsgesellschaft Vogelsberg. Auch das Kreiskrankenhaus und die Neue Arbeit waren mit von der Partie. Sogar ein Gewinnspiel gab es, für das viele Firmen in der Vogelsberghalle Preise gestiftet hatten. Der Hauptgewinn war ein Hubschrauber-Rundflug für zwei Personen - mehr dazu: HIER <-KLICK.

Landrat Görig war sehr angetan von der Premiere: "Die Vogelsberghalle wird es auch 2014 geben. Sie ist ein gutes Schaufenster für Region und Kreisverwaltung."


Die Redaktion von VOGELSBERG.de stellte im Nachhinein den Ausstellern Fragen und erhielt ein durchweg positives Feedback


In alphabetischer Reihenfolge:

Bonifatiusroute

Seit Sommer 2004 besteht der Wander- und Pilgerweg Bonifatius-Route. Er folgt den Spuren des Trauerzuges, der im Jahr 754 n. Chr. unter großer Anteilnahme der Bevölkerung den Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz zu seiner letzten Ruhestätte nach Fulda brachte. Nach dem Vorbild klassischer Pilgerwege lassen sich auf der ca. 180 km langen Route Unterwegssein und Innehalten, Wandern und Naturerlebnis mit den Zeugnissen einer in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft verbinden. Ausgangs- und Endstationen der Route sind die beiden bedeutenden alten Bischofsstädte Mainz und Fulda. Der Verein Bonifatius-Route e.V. wurde 2003 gegründet. Seine Aufgabe es ist, die kulturelle und religiöse Bedeutung des Weges begeh- und erlebbar zu machen. Öffentliche Institutionen und Privatpersonen können Mitglied werden: www.bonifatius-route.de

Frage an Gudrun Haas, Schatzmeisterin des Vereins: Der Pilgerweg von Mainz nach Fulda, der Teile des Vogelsbergs berührt, ist bei Wanderfreunden und Pilgern gleichermaßen beliebt. Hat man auf der Messe in Alsfeld  auch nach Veranstaltungen und Angeboten entlang der Bonifatiusroute gefragt?

Gudrun Haas: Die Fragen der Besucher gingen eher hin zu Etappenplanungen und -längen, Übernachtungsmöglichkeiten und zu Schnuppertouren auf der Bonifatius-Route. Darüber hinaus war das Interesse schon sehr groß, denn wir konnten auf der Messe etwa 300 RMV-Karten von der Route und zusätzliches Infomaterial an die Besucher verteilen. Wir hatten den Eindruck, dass die Route sich schon einen Namen in der Landschaft der Weitwanderwege gemacht hat.

Da im nächsten Jahr das Ökumenische Pilgerjahr in Hessen stattfinden wird, hat sich auch die Kooperation mit dem geplanten Lutherweg in Hessen ausgezahlt. Die Hauptaktivitäten werden dabei vom Verein Bonifatius-Route geleistet, da die Route im Jahr 2014 ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann. Zwei Besucher der Herbstmesse können sich über jeweils ein Wanderinfopaket freuen, das der Vogelsbergkreis im Rahmen seines Gewinnspiels als Preise ausgelobt hatte.


Busunternehmen Philippi Reisen

Mehr als 75 Jahre Firmengeschichte und mittlerweile über 60.000 Reisegäste pro Jahr – seit vielen Jahren genießt PHILIPPI aus Mücke/Groß-Eichen als kompetenter und zuverlässiger Reiseanbieter das Vertrauen seiner Kunden. Sein Angebot hat PHILIPPI im Laufe der Zeit sehr deutlich ausgebaut. Es reicht von einer gut sortierten Auswahl an Erlebnisreisen innerhalb Europas bis hin zu interessanten und attraktiven Tagesfahrten. Alle Busreisen finden in modernsten Fernreisebussen statt, die mit Kühlbar, Bordküche, Schlafsesselbestuhlung, Klimaanlage und WC ausgestattet sind. Neben den Busreisen zählen seit einigen Jahren auch Kreuzfahrten und Flugreisen zum Angebot. Um in der heimischen Region möglichst nahe an den Kunden zu sein, gehören zum Unternehmen Philippi Reisen auch das Reisebüro in Alsfeld und das Lauterbacher Reisebüro.

Frage an Rebecca Hartmann, Mitarbeiterin des Inhabers Mark Philippi: Frau Hartmann, war Ihnen bekannt, dass der Landrat des Vogelsbergkreises die heimischen Betriebe, Organisatoren und Veranstalter zur diesjährigen Herbstmesse in eine eigene Vogelsberghalle eingeladen hatte - und haben Sie daraus resultierend einen Unterschied zu vorhergehenden Messen an Ihrem Stand in dieser Halle vermerken können?

Rebecca Hartmann: Uns war bekannt, dass es bei der diesjährigen Herbstmesse eine eigene Vogelsberghalle gab, in der wir uns gerne als Reiseanbieter aus dem Vogelsbergkreis präsentiert haben. Für uns ist die Herbstmesse bereits seit einigen Jahren eine erfolgreiche Messe, bei der wir viele interessante Gespräche führen. In diesem Jahr konnten wir an unserem Stand jedoch einen erneuten Besucherzuwachs verzeichnen.


DVG - Deutsche Vulkanologische Gesellschaft, Sektion Vogelsberg

Die Sektion Vogelsberg der Deutsche Vulkanologische Gesellschaft wurde 2007 gegründet und befasst sich mit den Zeugnissen der vulkanischen Vergangenheit des Vogelsberges. Sie hat aktuell rund 140 Mitglieder, der Gesamtverein über 600 Mitglieder. Der Verein Geopark Vulkan Vogelsberg wurde 2012 vom Vogelsbergkreis mit einigen Kommunen der Region gegründet. Er hat das Ziel den Vulkan Vogelsberg als Geopark zu etablieren und dabei auch den Vulkanismus besser sichtbar zu machen.

Frage an Kerstin Bär vom Leitungsteam: Die DVG Vogelsberg hat sich mit einem Stand auf der Herbstmesse in der Vogelsberghalle beteiligt. Gab es interessante Kontakte - und wonach wurde bei Ihnen gefragt?

Kerstin Bär: Am Gemeinschaftsstand des Geoparks Vulkan Vogelsberg mit der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft Sektion Vogelsberg zeigten sich die meisten der interessierten Besucher sehr erstaunt über die geologische Vielfalt, die die Region zu bieten hat. So waren unterschiedliche Basalte aus erkalteten Lavaströmen oder vulkanischen Bomben am Stand zu sehen, die mit Hilfe eines neuen Vulkanmodells gut erklärt werden konnten. Aber auch verschiedene Gesteine des "Unterbaus" waren zu sehen.

Auch die Bilderschau aus Geotopen der Vogelsbergregion kam gut an. Gar nicht so einfach war es also, das eine Gesteinsstück in der Sammlung zu identifizieren, das nicht in die Region gehört. Immer wieder erkannten Leute "ihre" Steinbrüche oder Felsen, manche hatten auch weitere Hinweise auf interessante Aufschlüsse. Eine Reihe von Besuchern ließ sich auch neu in den Verteiler der DVG Sektion eintragen, so dass sie nun informiert werden, wenn eine Veranstaltung ansteht.


Energiegenossenschaft Vogelsberg

Die Energiegenossenschaft Vogelsberg (EGV) hat sich zum Ziel gesetzt, unter Beteiligung von Bürgern in Erneuerbare Energien in der Region zu investieren. Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung sowie sichere Anlagen waren wichtigste Impulse bei der Gründung der EGV im Jahre 2011, einer Initiative der Bioenergie-Region Mittelhessen zusammen mit den VR Banken des Vogelsberges. Ziel ist die Beteiligung der Bürger an der Wertschöpfung, was i. d. R. zu einer Akzeptanzsteigerung für einen weiteren Ausbau einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen dezentralen Energieversorgung führt: www.energie-vb.de

Frage an Günter Mest, Vorstandsmitglied: Konnten Sie auf der Messe den Besuchern am Stand nähere Informationen zu der Energiegenossenschaft geben?

Günter Mest: Ja, aber wir sind auch nicht mehr ganz unbekannt in der Region. In vielen Informationsveranstaltungen und Einzelgesprächen haben wir schon unser Konzept vorgestellt, so dass wir bereits das 400. Mitglied der EGV willkommen heißen konnten. Seit der Gründung investierten wir rund 8 Mio. Euro in insgesamt 12 Dachanlagen und zwei Solarparks mit einer Gesamtleistung von 4.800 kWp. Dafür haben unsere Mitglieder uns mehr als 2,5 Mio. Euro in Form von Geschäftsanteilen und Nachrangdarlehen zur Verfügung gestellt. In Zukunft möchten wir weitere Energieprojekte für die EGV und die Vogelsberger Bürger realisieren. Deswegen sind wir intensiv mit der Entwicklung innovativer Produkte und Konzepte befasst, um auch künftig den Vogelsbergern interessante Angebote für eine regionale Geldanlage machen zu können.


Ferienwohnung Seibert in Crainfeld

Die 3*** Ferienwohnung in Grebenhain-Crainfeld ist gut geeignet für Familien mit einem Kind, ist absolut barrierefrei und verfügt über ein Doppelzimmer, Bad mit Du/WC, Waschmaschine, Wohnküche, Diele und Wintergarten. Die 4**** Ferienwohnung ist sehr gut geeignet für Wanderer, Radler, Familien mit zwei bis drei Kindern, verfügt über zwei Doppelzimmer mit Du/WC sowie ein Einzelzimmer mit Du/WC. Dazu gehört eine Terrasse mit Grillofen, Gartenhaus mit Freisitz und Feuerofen. Für beide Ferienwohnungen steht ein schön angelegter Garten mit vielen Rosen zur Verfügung sowie ein Spielplatz mit Tischtennis, Schaukel und Sandkasten.

Frage an Frau und Herrn Seibert: Sie sind nicht nur im Sommer aktiv am touristischen Geschehen im Vogelsberg in Grebenhain beteiligt. Für die kalte Jahreszeit haben Sie als Vereinsmitglied von Pro Vogelsberg Touristik e. V. ein stimmungsvolles "Wintermärchen im Naturpark" konzipiert. Konnten Sie in Alsfeld auf der Messe dafür schon die ersten Interessenten gewinnen?

Familie Seibert: Es gab einige, die sich für unser Wintermärchen interessiert haben und erstaunt waren, dass eine Ferienwohnung verschiedene Pauschalen anbietet: u. a. für Familien mit Kindern. Gut geeignet sind die neu ausgeschilderten Wanderwege der Großgemeinde für Wanderer und Familien mit Kinder ab acht Jahren.

Außerdem waren einige Besucher nebenan am Stand der Bonifatiusroute überrascht, dass wir ein Hol- und Bringdienst von Hochwaldhausen und Nösberts anbieten. Auch für uns war diese Messe sehr aufschlussreich. Wir waren das erste Mal dabei und haben uns bei unseren Stand-Nachbarn sehr wohl gefühlt. Jeder hat dem anderen ausgeholfen und Tipps gegeben. Das fanden wir wunderbar.


Geopark Vulkanregion Vogelsberg

Als Geoparks bezeichnet man Gebiete, die sich durch ihre besondere geologische Bedeutung, geowissenschaftliche Seltenheit oder landschaftliche Schönheit hervorheben. Ein solcher Geopark ist auch der Vogelsberg. Als Naturraum stellt er das größte zusammenhängende erloschene Vulkangebiet in Mitteleuropa dar. Antworten zu den Fragen: "Wie wirkten sich die vulkanischen Aktivitäten früher auf das Leben in der Region aus, und warum zog es den damals schon Menschen in die Region bzw. welchen Nutzen haben wir heute noch von den erloschenen Vulkanen?" finden sich an zahlreichen Orten. Zum Beispiel in den Geotopen, die als Schaufenster in die Erdgeschichte dienen. Dort kann man die Urkräfte des Vulkans noch förmlich spüren und erahnen. Sie alle warten auf ihre Entdeckung: www.geopark-vogelsberg.de

Frage an Hartmut Greb, Geschäftsführer des Geoparks: Was konnten Sie den Besuchern auf der Messe vermitteln - und ist die Tatsache, dass der Vogelsberg einen Geopark bekommen soll, schon hinreichend bekannt?

Hartmut Greb: Der Ausstellungsstand in Kooperation mit der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft - Fachsektion Vulkan Vogelsberg - hat sich insoweit gelohnt, da wir sehr viele Besucher über Bilder von Geotopen und reale Gesteinsexponate, die einen Bezug zum Wohn- oder Heimatort oder einen hohen Bekanntheitsgrad besitzen, erreicht haben.

Ob Pflastersteine aus einem nahegelegenen Steinbruch, Fundstücke von Wanderungen und Führungen oder Fossilien aus der Region: Viele der interessierten Besucher konnten eine Nähe zu ihrer unmittelbaren Umgebung oder ihnen bekannten Orten herstellen ("Da war ich doch schon mal ....."). Wichtig war es uns zu zeigen, dass die Geoparkidee nur dann funktionieren kann, wenn die Menschen sich selbst damit identifizieren können.

Besonders erfreulich war der Umstand, dort auch Fachleute wie Geologen oder Personen aus fachverwandten Gebieten mit dem Thema Geopark angesprochen zu haben. Für die Messenachbereitung wurden schon konkrete Gespräche vereinbart. Für die DVG ist es wichtig, ihre Mitgliederbasis noch zu verbreitern. Mit der zweiten Teilnahme nach 2011 wollen wir natürlich erreichen, dass der Geopark einer breiten Öffentlichkeit noch nachhaltiger bekannt wird. Denn nur der stete Tropfen höhlt den Stein.


KOKO-PELLI Bikepower

Das Mountainbike College KOKO-PELLI im Vogelsberg ist Klaus Marbes Anliegen, seine internationalen Erfahrungen im Rennsport und im Training nach Deutschland zu bringen. Nach über 30-jähriger Erfahrung auf dem Mountainbikesattel und als sechsfacher US-Meister leistet er an dieser Stelle einen wertvollen Beitrag. Die stetig steigende Begeisterung für das Mountainbiking motiviert ihn, seine Erfahrungen weiterzugeben. Der Vogelsberg in Hessen bietet ein ideales Streckenprofil für den Sport. Zudem besteht die Möglichkeit, zusammen mit der Forstverwaltung bestehende Trails zu erweitern und neue zu erschließen. Dies alles unter der Prämisse Umweltschutz, Nachhaltigkeit und umweltgerechtes Verhalten. Natur pur, das heißt: Gute Luft und ein angenehmes Höhenprofil runden die idealen Voraussetzungen für ein Montainbike College am Vogelsberg ab.

Das Gebiet um den Vogelsberg liegt zentral in Hessen/Deutschland. Die Erholung soll dem Sport in nichts nachstehen. Körper und Seele können während der Regenerationsphase in der Taufsteinhütte neue Kraft schöpfen und so mit neuer Energie in den Alltag starten. Klaus Marbes Vision beinhaltet mittelfristig ein zusätzliches Test-, Ausbildungs- und Trainingscenter für den Breitensport. Gesundheit und Spaß sollen dabei im Vordergrund stehen. Ziel und seine persönliche Lebensaufgabe ist es, ein KOKO-PELLI Team zu etablieren um Begeisterung und Leidenschaft für den Sport zu verbreiten. Eine Kooperation mit den weltbesten Mountainbike-Gebieten in den USA ist ebenfalls in Planung.

Frage an Klaus Marbe, Inhaber KOKO-PELLI: Sport macht einen großen Teil Ihres Lebens aus. Kamen Ihre Angebote für Mountainbike-Touren im Naturpark und das Schneeschuhwandern im Hohen Vogelsberg gut bei den Messebesuchern an?

Klaus Marbe: Die Messe war insgesamt fuer mich ein Erfolg. Abgesehen von der unerbittlich lauten Musik in der Halle, habe ich viele neue Kontakte geknüpft und konnte in einigen Fällen sogar meine Mountainbike Schule detaillierter vorstellen. Das Interesse an den Radwegen, sowie dem Bahnradweg und Vulkanradweg war sehr groß, auch unsere tollen Wandermöglichkeiten fanden großen Anklang. Dennoch ist die Mountainbike Saison fuer die meisten Biker ab Herbst vorbei, sie warten schon auf den ersten Schnee.

Mit den von mir angebotenen Schneeschuh-Wanderungen liege ich absolut im Trend und die Neugier ist sehr groß. Ebenfalls habe ich das Thema „Ski Langlauf und Ski-Verleih am Hoherodskopf“ angesprochen und offene Ohren gefunden. Ich habe mich entschlossen, wenn ich im nächsten Jahr bei der Messe wieder dabei bin, meinen Schwerpunkt auf das Winterprogramm zu legen und die Mountainbike-Angebote dennoch zu präsentieren.


Kreiskrankenhaus des Vogelsbergkreises

Das Kreiskrankenhaus in Alsfeld ist unverzichtbarer Teil der Gesundheitsversorgung im Vogelsbergkreis. Mit den Fachbereichen der vielfältigen Inneren Medizin, der Geriatrie, der Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Visceralchirurgie, Gefäßchirurgie sowie der Wirbelsäulenchirurgie, der Anästhesie und Intensivmedizin sowie den Belegabteilungen Gynäkologie, Geburtshilfe und HNO deckt das Krankenhaus die gesamte Breite der Basisversorgung ab und geht in Teilen weit darüber hinaus.

Die ambulante medizinische Behandlung durch Fachärzte nimmt einen immer größeren Raum ein. Neben den Praxen der Onkologie und Chirurgie gibt es umfangreiche ambulante Sprechstunden für Pneumologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Schmerztherapie sowie radiologische Untersuchungen. Der ambulante Pflegedienst, eine Kurzzeit- und Tagespflege sowie eine Physiotherapiepraxis mit zahlreichen Präventions- und Rehakursen runden das ambulante Angebot ab.

Frage an Bodo Assmus, Geschäftsführer: Das Kreiskrankenhaus präsentierte sich gemeinsam mit dem Bad Hersfelder Krankenhaus. Wird die geplante Fusion ein Erfolg, und welches Feedback haben Ihnen die Messe-Besucher gegeben?

Bodo Assmus: Der Messestand war ein voller Erfolg, da wir gemeinsam mit dem Klinikum Bad Hersfeld ein umfangreiches Untersuchungs- und Aktionsprogramm auf die Beine stellen konnten. Dies haben die Besucher sehr gerne wahrgenommen und nebenbei auch das partnerschaftliche Miteinander der beiden Kliniken erleben können - eine die Basis für eine erfolgreiche Fusion, so dass wir hier auf gutem Wege sind.


Kreisverwaltung Vogelsberg

Am Stand des Landratsamts wurde eine große Vielfalt von Aufgabenbereichen präsentiert zu den Themen Gesundheit, Jugendhilfe, Familienhilfe, Sportförderung, Wohnungsbauförderung, Verbraucherschutz, Bauberatung, Denkmalschutz, Volkshochschule, Pflegestützpunkt, Demografie-Projekt MORO, Kommunales Jobcenter KVA mit Projekt 50plus, Kinder- und Jugendparlament, Schulbezogene Sozialarbeit, Bündnis für Familie.

Hannelore Greb (Wirtschaftsförderung) hatte die Organisation des Messeauftritts im Blick.

Frage an Hannelore Greb: Sie hatten die tolle Idee zu dem Gewinnspiel für die Messe. Der erste Preis war ein Hubschrauber-Rundflug. Hatte die Aktion bei den Messebesuchern Erfolg und wer hat den Preis gewonnen?

Hannelore Greb: Vorab möchte ich erst einmal den vielen Sponsoren aus der Vogelsberghalle danken, die uns jede Menge schöner Preise für das Gewinnspiel gestiftet haben. Die Gewinnspielkarte selbst hat sich ganz oft als „Eintrittskarte“ erwiesen: Durch die Fragen kamen auf diese Weise etliche Besucher ins Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen oder haben mal in einem Prospekt geblättert, um die richtige Antwort zu finden. Den Hubschrauberrundflug hat Susanne Simroth aus Alsfeld-Hattendorf gewonnen.


Das Demografie-Projekt MORO - Modellvorhaben der Raumordnung - ist ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Der Vogelsbergkreis hat sich im Wettbewerb von über 150 Regionen 2011 als eine von 21 bundesweiten Modellregionen im Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge durchgesetzt. Das Modellvorhaben ist ein Strategieprozess, um sich mit den komplexen und vielschichtigen Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv auseinanderzusetzen.

Frage an Matthias Sebald: Sie haben auf der Herbstmesse das MORO-Projekt des Vogelsbergkreises vorgestellt. Der Prozess läuft seit gut zwei Jahren. Können Sie zentrale Ergebnisse benennen?

Matthias Sebald: Die über 60 beteiligten regionalen Experten/-innen haben in sieben Themenfeldern gearbeitet. Grundbaustein des Modellvorhabens sind umfassende Datenanalysen, auf die wir in Zukunft aufbauen können. In jedem Thema wurden Handlungsansätze formuliert. Diese Empfehlungen richten sich sowohl an Kreis und Kommunen, aber vor allem auch an die übergeordnete Gesetzgebung von Bund und Land. Das ist auch eine Kernaussage aus dem MORO: Die Gestaltung des demografischen Wandels erfordert mehr Entscheidungskompetenzen und Handlungsspielräume für die betroffenen Regionen und Kommunen.


Landrat Manfred Görig, Vogelsbergkreis

Der Landrat initiierte in diesem Jahr zum ersten Mal eine spezielle Vogelsberghalle, um sowohl die Innovationskraft regionaler Unternehmen als auch die Vielfalt und die Kompetenz der Kreisverwaltung deutlich zu machen.

Frage an den Landrat: Sind Sie mit dem Verlauf der „Premiere“ zufrieden?

Manfred Görig: Ja, ich freue mich darüber, dass regionale Unternehmen und wichtige Institutionen diese Gelegenheit wahrgenommen haben. Das war eine selbstbewusste Präsentation in der Vogelsberghalle. Außerdem haben wir auch als „Firma Landratsamt“ eine gute Visitenkarte hinterlassen. Herr Hartmut Greb aus meinem Amt für Wirtschaftsförderung hat als Projektleiter für die Herbstmesse einen tollen Job gemacht. Ich danke auch den rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die vor und während der Messe im Einsatz waren.

Was wir als einer der größten Arbeitgeber der Region für die Bürgerinnen und Bürger leisten, konnten wir - wenigstens mit einem Ausschnitt  - einigen Tausend Besuchern zeigen. Prima fand ich auch, dass sich 500 Besucher an unserem Gewinnspiel beteiligt haben.

 

2018 Vogelsberg