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Wirtschaft & Entwicklung

Erste ermutigende Erfahrungen des Integrationsbüros

Michael Richter und Beate Remagen beraten Arbeitgeber und Flüchtlinge (c) Vogelsbergkreis

Michael Richter und Beate Remagen beraten Arbeitgeber und Flüchtlinge (c) Vogelsbergkreis

Das Thema Fachkräftesicherung begegnet uns fast täglich, ebenso präsent sind die zu uns geflohenen Menschen. Weil beides wichtige Faktoren auf dem regionalen Arbeitsmarkt sind, wurde das Integrationsbüro vom Kommunalen Jobcenter (KVA) des Vogelsbergkreises und der Arbeitsagentur Anfang 2016 ins Leben gerufen. Dort arbeiten Beate Remagen von der Agentur für Arbeit und Michael Richter von der KVA Vogelsbergkreis als Anlaufstelle für die vielen Fragen der Arbeitgeber, der Flüchtlinge und der Helfer.

Für Landrat Görig ist das ein erfolgreiches Projekt: „Die ersten Erfahrungen sind ermutigend. Denn eines ist klar: Deutsche Sprache und ein Arbeitsplatz sind die Schlüssel zu jeder gelungenen Integration. Die meisten Migranten haben eine hohe Motivation, hier zu arbeiten und ihre Existenz selbst zu sichern. Dabei unterstützen wir sie aktiv.“

Bisher wurden im Integrationsbüro Beratungsgespräche mit 166 ratsuchenden Flüchtlingen geführt, von denen 146 Flüchtlinge sich daraufhin bei der Agentur für Arbeit in Lauterbach registrieren ließen.

Auch in Sachen Orientierung und bei der beruflichen Eingliederung übernimmt das Integrationsbüro eine wichtige Rolle. Schon 72 Praktika in Unternehmen wurden ermöglicht. „Die Arbeitgeber zeigen eine enorme Bereitschaft, den geflohenen Menschen eine Chance in ihrem Unternehmen zu geben“, so die Erfahrung von Richter und Remagen. Möglicherweise kann man mit den neu gewonnenen Arbeitskräften die Auswirkungen des demografischen Wandels ein wenig abbremsen und der Abwanderung jüngerer Erwerbspersonen entgegenwirken.

Jeden Dienstagvormittag können Ratsuchende ins Integrationsbüro (Bahnhofstraße 49 in Lauterbach) kommen und sich beraten lassen.

„Ein Großteil unserer Arbeit wird aber außerhalb dieser Sprechzeiten erledigt", erklärt Beate Remagen, wenn man z. B. am „Netzwerktreffen Migration“ des Vogelsbergkreises, an der Arbeitsgruppe „Runder Tisch der Runden Tische“ sowie bei der Projektgruppe „Flüchtlinge und Asyl“ von der Agentur für Arbeit Gießen teilnehme.

Außerdem werden Arbeitgeber besucht, um diese über Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu informieren, Praktika oder Beschäftigungen zu vereinbaren. Weiterhin besuchten die Fachleute Sprachkurse und nahmen beim Unternehmertreffen des Vogelsbergkreises mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie AM Unternehmerforum in Gemünden teil, um "Arbeitsrechtliche Grundlagen bei Einstellung von Flüchtlingen" zu präsentieren.

Quelle: Pressestelle Vogelsbergkreis

2018 Vogelsberg