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Vulkan & Tourismus

Immaterielles Kulturerbe schützen: Bewerbungen bei der UNESCO einreichen

Herrentour: Ausfahrt mit restaurierten Oldtimertraktoren im Vogelsberg (c) Brigitta Möllermann

Herrentour: Ausfahrt mit restaurierten Oldtimertraktoren im Vogelsberg (c) Brigitta Möllermann

Zum Schutz der Vielfalt landestypischer Traditionen und Fertigkeiten

Die UNESCO-Generalkonferenz hat das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes am 17. Oktober 2003 verabschiedet. Am 20. April 2006 trat es in Kraft, nachdem 30 Staaten es ratifiziert hatten. Inzwischen sind dem Übereinkommen 153 Staaten (Stand: April 2013) beigetreten. Auch in Hessen soll künftig landestypisches traditionelles Wissen und Können, das in Vergessenheit geraten könnte, erfasst und geschützt werden. Eine entscheidende Voraussetzung ist der im April dieses Jahres erfolgte Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zu der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des sogenannten immateriellen Kulturerbes.

Der Konvention zufolge umfasst dieses immaterielle Kulturerbe „Bräuche, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten – sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturellen Räume (…), die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Individuen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen“.

Landmänner Traktortreffen 2013: Hingebungsvolle Brauchtumspflege im Vogelsberg (c) Brigitta Möllermann

Landmänner Traktortreffen 2013: Hingebungsvolle Brauchtumspflege im Vogelsberg (c) Brigitta Möllermann

Beispiele sind etwa besondere Tänze, Theater- und Musikformen, Bräuche, Spiele, Feste oder Handwerkskünste. Die Vielfalt dieser kulturellen Traditionen ist weltweit enorm. Und sie ist schützenswert, weil sie die Identität von Regionen oder Ländern prägt und Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist der Menschheit ist. Um auch in Deutschland das immaterielle Kulturerbe besser schützen zu können, ist zunächst einmal die Bestandsaufnahme in den Ländern erforderlich.

Bewerben bis 30. November 2013 für die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes

In Hessen sammelt das Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Bewerbungen um Anerkennung als immaterielles Kulturgut. Die Bewerbungsunterlagen können im Internet unter der Adresse www.unesco.de/immaterielles-kulturerbe.html abgerufen werden. Anträge müssen bis zum 30. November 2013 in elektronischer Form eingereicht sein.

Fuhrmannstage 2013: Volker Schmelz aus Nieder-Moos beim wieder neu entdeckten historischen Holzrücken (c) Brigitta Möllermann

Fuhrmannstage 2013: Volker Schmelz aus Nieder-Moos beim wieder neu entdeckten historischen Holzrücken (c) Brigitta Möllermann

Pro Bundesland können zwei Vorschläge zur Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste für die UNESCO benannt werden. „In unserem Land haben sich viele unterschiedliche und spannende Ausdrucksformen der Kultur entwickelt“, sagte Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann zu dem anstehenden Bewerbungsverfahren: „Hessen hat damit gute Chancen, sich in der deutschen Liste wiederzufinden.“

Quelle Text: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

2018 Vogelsberg