Vulkan & Tourismus

Schotten wurde als dritter hessischer Tourismusort anerkannt

Kategorie: Vulkan & Tourismus
Erstellt: Donnerstag, 22. März 2018 15:11
Geschrieben von Brigitta Möllermann

Historisches Rathaus in der Altstadt von Schotten (c) Brigitta Möllermann

Historisches Rathaus in der Altstadt von Schotten (c) Brigitta Möllermann

Außer Schotten führen noch Frankfurt und Rüdesheim das Prädikat

Schotten ist Hessens dritter Tourismusort. Dies teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am 22. März 2018 mit: „Damit ist Schotten berechtigt, von Tages- und Übernachtungsgästen einen Tourismusbeitrag zu erheben, um in die touristische Infrastruktur und das Marketing zu investieren und damit den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu stärken.“

Schotten erfülle alle Voraussetzungen, sagte Al-Wazir: „Der Hoherodskopf mit seinen jährlich 500.000 und der Tier- und Erlebnispark Vogelpark Schotten mit 90.000 Besuchern sind ebenso Anziehungspunkte wie der nahegelegene Niddastausee, der in den vergangenen Jahren eine immer größere Bedeutung für Angler, Segler, Surfer und Camper gewonnen hat.“

Eine weitere Attraktion ist das vom Land geförderte Vulkaneum, das über die geologische Geschichte des Vulkanismus im Vogelsbergraum informiert. Der Vogelsberg ist das größtes zusammenhängende Vulkangebiet Europas.

Tourismusorte müssen mehr als doppelt so viele Übernachtungsgäste wie Einwohner beherbergen. Ferner müssen sie sich durch ihre landschaftliche Lage oder durch bedeutende kulturelle Einrichtungen wie Museen und Theater, internationale Veranstaltungen oder sonstigen bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, oder durch geeignete Angeboten für Naherholung, von anderen Orten abheben.

Die Anerkennung als Tourismusort ist Voraussetzung für die Erhebung des Tourismusbeitrags. Anträge werden vom Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte beim Regierungspräsidium Kassel geprüft. Die Entscheidung liegt beim Hessischen Wirtschaftsministerium.

Al-Wazir verwies auf die guten Erfahrungen anderer Bundesländer mit den Beiträgen: „Touristische Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, nutzt langfristig allen Beteiligten. Zufriedene Gäste kommen wieder, Unternehmen können mit intakter touristischer Infrastruktur und guten Freizeitangeboten werben, und auch für die Einwohner selbst ist ein attraktives Umfeld ein Gewinn"

Tourismus hat für die Entwicklung ländlicher Regionen hohe Bedeutung. Er sichert Arbeitsplätze und Einkommen und trägt außerdem zur besseren Auslastung und damit zum Erhalt von Versorgungs-, Freizeit-, Gesundheits- und Kulturinfrastruktur bei.

Quelle Text: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 22.03.2018