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Vulkan & Tourismus

Geologische Baumhecke Eichelsachsen

Bei der abendlichen Arbeit am Steinbruch: Mitglieder der Initiativgruppe, manchmal auch 'Flintstones' genannt (c) Brigitta Möllermann

Bei der abendlichen Arbeit am Steinbruch: Mitglieder der Initiativgruppe, manchmal auch 'Flintstones' genannt (c) Brigitta Möllermann

Im Jahr 2010 waren die "Flintstones" von der Initiativgruppe Eichelsachen (IGE) mit Klaus Emrich an der Spitze nach rund eineinhalb Jahren harter Arbeit fertig und konnten ihre Geologische Baumhecke am Ortsrand von Schotten-Eichelsachsen der Öffentlichkeit vorstellen. Dort, wo vor rund 15 bis 17 Millionen Jahren einst ein Lavastrom floss, ist ein Geotop in der Kulturlandschaft des Vogelsberg von zehn engagierten Männern für Besucher sichtbar gemacht worden.

Auf dem Struthköppel, einem Hügel oberhalb des Ortes in Richtung Glashütten, findet man das gelungene Schaustück. Die Baumhecke ist rund 100 Meter lang und 20 Meter breit, offen zugänglich und jederzeit kostenlos zu besichtigen. In dem kleinen, dort wieder frei gelegtem Steinbruch auf 300 Höhenmetern wurde früher vermutlich Material für die Grundmauern der Häuser im Dorf gebrochen.

Die Baumhecke zeigt Geologisches aus der vulkanischen Vergangenheit und Erstaunliches aus dem Vogelsberg im Kleinformat. Typisch für den vulkanischen Schlot sind dort die senkrecht aufgetürmten Basaltquader. Zusätzlich wurden Gesteinsexponate aus der umgebenden Vulkanregion als Zeugnisse der Erdgeschichte zur Anschauung mit auf dem Gelände platziert. Betreten ist nicht verboten, im Gegenteil. Neben einem Pfad mitten hindurch bietet der Hügel herrliche Aussichten nach allen Seiten. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein.

Eingang zur Baumhecke (c) Brigitta Möllermann

Eingang zur Baumhecke (c) Brigitta Möllermann

Rund 700 Arbeitsstunden leisteten die Gruppenmitglieder der IGE bis zu Eröffnungstag. Sie wollten mit ihrem Einsatz dazu beitragen, ihr lebenswertes Dorf Eichelsachsen zu erhalten. Viele Kubikmeter Dickicht wurden entfernt, Felsen freigelegt und ein kleiner Pfad mit Durchblicken in die Wetterau, hinüber nach Gießen und zum Hoherodskopf gestaltet.

Der Vogelsberg als größtes Vulkanmassiv Mitteleuropas bedeckt elf Prozent der hessischen Landesfläche. Hier entsteht der "Geopark Vulkanregion Vogelsberg", in dem Erdgeschichte für alle erlebbar gemacht wird. In Zukunft soll für jeden zu verstehen sein, wie unsere Landschaft in ihrer Besonderheit entstand und wie das wiederum die Landnutzung der Bewohner beeinflusste.

Besucherinteresse möchte die IGE auch an ihren Wanderwegen wecken, die rund um Eichelsachsen ein Jahr später konzipiert wurden. Mit einem Tourenangebot zwischen verschiedenen Geotopen strebt man zudem eine Verknüpfung der nächstgelegenen vulkanischen Highlights an.

Baumhecke Eichelsachsen: Ausblick nach Westen (c) Brigitta Möllermann

Baumhecke Eichelsachsen: Ausblick nach Westen (c) Brigitta Möllermann

Durch die zusammengefassten Themen Geologie, Kultur und Umwelt wird der Geopark interessante Entdeckungsmöglichkeiten geologischer Sehenswürdigkeiten bieten. Vernetzt mit dem Steinbruch Michelnau, dem Nidda-Radweg, dem Kunstturm Mücke und vielen weiteren sind zudem geschichtliche, geologische und künstlerische Aspekte vereint. Auch das Projekt Geologische Baumhecke Eichelsachsen trägt dazu bei, den Geopark in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken.

Hinfinden: HIER <-KLICK

Eine Anerkennung für die Arbeit gab es bereits, als Staatssekretär Michael Bußer die Initiativgruppe Eichelsachsen als Initiative des Monats April 2015 auszeichnete. Mehr dazu: HIER <-KLICK


Rundwanderung auf der „Spur der Natur“ mit Themenführung durch die Geologische Baumhecke

Auf einem zehn Kilometer langen Weg rund um Eichelsachsen, der „Spur der Natur“, wandert Klaus Emrich von der IGE hin und wieder mit interessierten Gästen um seinen Heimatort Eichelsachsen einmal herum. Treffpunkt ist das dann Backhaus in der Dorfmitte, Am Eckhardsbach 4. Drei bis vier Stunden führt er die Teilnehmer über Graswege, Pfade und ausgebaute Feldwege. Es werden unterschiedliche Naturräume durchschritten, immer wieder gibt es neue Ein- und Ausblicke. In der Baumhecke erfährt man einige vulkanische Geschichten und spannende Hintergründe zum Thema. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben, doch werden Spenden zur Unterstützung der IGE gern entgegengenommen. Weitere Informationen: Telefon 0171-8626481 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Aktuelles auf: www.eicheltal.de/ige.html

Überblick beim Geopark: HIER <-KLICK

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2016 Vogelsberg