Vulkan & Tourismus

Was man im Vogelsberg erleben kann

Kategorie: Vulkan & Tourismus
Zuletzt aktualisiert: Samstag, 09. Juli 2016 11:06
Geschrieben von Brigitta Möllermann
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Hartmut Greb (c) Brigitta Möllermann    Wolfgang Eckhardt (c) Brigitta Möllermann
Links: Hartmut Greb vom Geopark - rechts: Wolfgang Eckhardt als Stadtführer (c) Brigitta Möllermann

Der Naturpark Vogelsberg, der in Zukunft in einem Atemzug mit dem Geopark genannt wird, hatte zusammen mit dem Vorsitzenden des Vereins Pro Vogelsberg nach Herbstein zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der man zeigen wollte, "was man im Vogelsberg alles erleben kann".

Erwartungsvolles Publikum in der vollbesetzten Halle des Feriendorfs (c) Brigitta Möllermann

Erwartungsvolles Publikum in der vollbesetzten Halle des Feriendorfs (c) Brigitta Möllermann

Es wurde ein schöner Abend - so abwechslungsreich und spaßig, wie man es den Vogelsbergern eigentlich selten zutraut. Der Unterhaltungswert der einzelnen Präsentationen war hoch, alles war interessant vorgetragen und hinzu kamen stürmischer Applaus und immer wieder fröhliches Gelächter.

Nach seinem Sabbatjahr wieder im Amt zurück und gleich aktiv - rechts: Rolf Frischmuth, Geschäftsführer des Naturparks (c) Brigitta Möllermann

Nach seinem Sabbatjahr wieder im Amt zurück und gleich aktiv - rechts: Rolf Frischmuth, Geschäftsführer des Naturparks (c) Brigitta Möllermann

Ein Wermutstropfen: Geschlossene Gesellschaft

Leider blieb man unter sich bei dieser internen Veranstaltung für Touristiker und Gastronomen am 26. Januar 2016. Die Auswahl der regionalen Gästeführer legte sich trotzdem mächtig ins Zeug. Jeder hatte sich einen kurzen Vortrag, Sketch oder eine kleine Demonstration ausgedacht. Insgesamt war die Bühnenshow auf zwei Stunden angelegt. Aber daraus wurden volle drei, bevor man sich dem anschließenden gemütlichen Zusammensein (sprich: Networking :-) widmen konnte.

Hubert Straub - Gastgeber im Feriendorf - ließ es sich nicht nehmen, das Programm zu moderieren (c) Brigitta Möllermann

Hubert Straub - Gastgeber im Feriendorf - ließ es sich nicht nehmen, das Programm zu moderieren (c) Brigitta Möllermann

Hubert Straub begrüßte drei Bürgermeister: Bernhard Ziegler aus Herbstein, Heiko Stock aus Lautertal und Sebastian Stang aus Grebenhain, um danach die Anwesenden zum freien Essen und Trinken einzuladen mit den Worten: "Der Vogelsberg lebt vom guten Essen, der Natur und der Gästeunterhaltung."

Mit dabei: Die beiden Geschäftsführer der Region Vogelsberg Touristik (Roger Merk, links) und der Gesellschaft für Tourismus und Marketing in Schotten (Markus Hoßfeld, rechts) - Foto (c) Brigitta Möllermann

Mit dabei: Die beiden Geschäftsführer der Region Vogelsberg Touristik (Roger Merk, links) und der Gesellschaft für Tourismus und Marketing in Schotten (Markus Hoßfeld, rechts) - Foto (c) Brigitta Möllermann

Seine offen ausgesprochene Hoffnung auf Sponsoren wurde erwartungsgemäß erfüllt: Zuckerbäcker Joachim Haas hatte eine schmackhafte Brotauswahl mitgebracht, und dazu steuerten die beiden Geschäftsführer Roger Merk und Markus Hoßfeld je 150 Euro cash bei.

Bibelparkführer im Feriendorf: Thomas Litzinger (c) Brigitta Möllermann

Bibelparkführer im Feriendorf: Thomas Litzinger (c) Brigitta Möllermann

Ganz sieben Minuten hatte Thomas Litzinger, seines Zeichens Bibelparkführer im Feriendorf, Zeit, von seinen Führungen zu berichten. Im bewaldeten Garten stehen riesige hölzerne Skulpturen zu den Themen Erde, Feuer, Wasser, Luft, teilweise auch begehbar, die an das Alte Testament erinnern. Die erste Station ist eine Arche, in der auch Dinner abgehalten werden können. Die Führung kostet 50 Euro, das Essen geht extra.

Joachim Haas: Vogelsberger Zuckerbäcker bzw. Vulkanbäcker (c) Brigitta Möllermann

Joachim Haas: Vogelsberger Zuckerbäcker bzw. Vulkanbäcker (c) Brigitta Möllermann

Joachim Haas ist mit der Region verbunden - nicht nur durch seine Bäckereien und Cafés mit insgesamt 120 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten. Er ist auch bei vielen Veranstaltungen selbst vor Ort und bietet Outdoor-Catering mit seinem mobilen Backofen an. Auf diese Weise können von 30 bis 300 Personen verköstigt werden mit süßen Leckereien und "allem, was sich backen lässt - vom Flammkuchen bis zum Hähnchen beispielsweise". Weiterhin sind bei ihm Führungen in der Backstube buchbar. Persönlich hält er es für wichtig, "da zu sein, wenn die Gäste kommen!"

Otto Kirchner, Naturführer der ersten Stunde, ist ein "alter Hase" (c) Brigitta Möllermann

Otto Kirchner, Naturführer der ersten Stunde, ist ein "alter Hase" (c) Brigitta Möllermann

Da musste Otto Kirchner herzlich lachen, als Moderator Straub ihn und seine beiden Kollegen als die "alten" Naturführer ankündigte. Er beschrieb für das Publikum seine botanisch geprägte Führung auf dem Rundwanderweg H im Oberwald, verriet jedoch mit keinem Wort, dass er es ist, der unter der roten Kutte des Nikolaus bei der jährlichen Bergweihnacht steckt.

Die ersten Naturführer - Links: Ursula Herbst sagte ihre beiden Kollegen an (c) Brigitta Möllermann

Die ersten Naturführer - Links: Ursula Herbst sagte ihre beiden Kollegen an (c) Brigitta Möllermann

Ursula Herbst informierte darüber, dass alle vorgestellten Führungen über das Infozentrum auf dem Hoherodskopf buchbar sind. Die Einzelheiten findet man in dem jährlich neu aufgelegten Veranstaltungskalender des Natur- und Geoparks Vogelsberg.

Manfred Meinhard ließ einen fremden unheimlichen Gast vorbeischauen (c) Brigitta Möllermann

Manfred Meinhard ließ einen fremden unheimlichen Gast vorbeischauen (c) Brigitta Möllermann

Der dritte Naturführer der ersten Riege, Manfred Meinhard, beschrieb seine Wanderung durch das sagenhafte Schwarzbachtal. Zu dem dortigen Teufelstisch, an dem einst die "Ilbeshäuser Holzmächer" den Herrn der Unterwelt zum Karten spielen eingeladen hatten, erzählte er die passende Geschichte - herrlich in Mundart und auf bildhafte Weise.

Vorstellung von Grebenhain: Links Bürgermeister Stang, rechts Gerold Beckmann (c) Brigitta Möllermann

Vorstellung von Grebenhain: Links Bürgermeister Stang, rechts Gerold Beckmann (c) Brigitta Möllermann

Die Großgemeinde Grebenhain wurde per Zweimann-Sketch von zwei Einheimischen vorgestellt. Gerold Beckmann mimte einen Mitarbeiter des Fremdenverkehrsamtes, der dem Touristen Meier aus Hannover, gespielt von Sebastian Stang, zuerst Nachhilfe in Mundart gab, um ihm dann die Vorzüge der Region sowie allerlei touristische Highlights aufzuzählen: Radwege, Wohnmobil-Stellplätze, Freizeitgestaltung im Sommer oder Winter, Einkehr und Übernachtung - mit Kindern auch auf dem Bauernhof - sowie u. a. eine Führung durch das Gelände der Muna. Außer im Museum in Bermuthshain ist die Geschichte der ehemaligen Luftmunitionsanstalt (Muna) von den Nazis und dem späteren NATO-Lager der Amerikaner in Hartmannshain dabei gut nachzuvollziehen und zu verstehen.

Kennt seine Gäste: Hubert Straub mit Frau Uta am Empfangstresen des Feriendorfes (c) Brigitta Möllermann

Kennt seine Gäste: Hubert Straub mit Frau Uta am Empfangstresen des Feriendorfes (c) Brigitta Möllermann

Am Ende hatte der "Tourist" das Vogelsberger "Wie bitte" brav gelernt. Es heißt hier schlicht: "Hä?" Dazu gab es von Moderator Straub noch zwei Informationen: Dass Grebenhain im Vogelsberg läge und Gäste im Vogelsberg keinen Spaß hätten, wenn es anstrengend würde.

Die Historikerin Dr. Angela Metzner stellte einen weiteren Verein von Natur- und Kulturführern vor (c) Brigitta Möllermann

Die Historikerin Dr. Angela Metzner stellte einen weiteren Verein von Natur- und Kulturführern vor (c) Brigitta Möllermann

In einer witzigen Bildershow präsentierte Dr. Angela Metzner, zweite Vorsitzende des Vereins der Natur- und Kulturführer Wetterau-Vogelsberg-Taunus e.V., anschließend ihre Kollegen. Sie bieten seit 2007 mit ihren gerade mal 32 ehrenamtlichen Mitgliedern als gut qualifizierte Gästeführer insgesamt 160 buchbare Angebote für die ganze Region. Metzner konstatierte nicht ganz ohne berechtigten Stolz: "Im Jahr 2014 nahmen an den rund 750 Touren etwa 13.000 Gäste teil."

Wolfgang Eckhardt als Nachtwächter von Schotten (c) Brigitta Mölllermann

Wolfgang Eckhardt als Nachtwächter von Schotten (c) Brigitta Mölllermann

Der nächste auf der Bühne war Wolfgang Eckhardt, früher Förster, heute Wanderführer und Stadtführer in Schotten. Seine Anekdoten, die er höchst unterhaltsam und ebenso vergnügt wie in seinen Touren vorbrachte, begeisterten das Publikum außerordentlich, so dass er seine Redezeit um einiges überziehen durfte. Er ließ seine Zuhörer z. B. wissen, dass er hochdeutsch "durch die Nas" und oberhessisch "über die Leut" spräche. Als Vogelsberger Original pflegt er zudem beim Oberhessischen Mundartabend aufzutreten - und das regelmäßig vor ausverkauftem Haus.

22 zusätzliche Natur- und Landschaftsführer werden interessante Erlebnisse in der Vulkanregion gestalten (c) Brigitta Möllermann - VIDEO <-KLICK

22 zusätzliche Natur- und Landschaftsführer werden interessante Erlebnisse in der Vulkanregion gestalten (c) Brigitta Möllermann - VIDEO <-KLICK

Die frisch zertifizierten neuen „Botschafter der Vulkanregion Vogelsberg“ stellten sich an diesem Abend gemeinsam vor und bezogen sich Buchstabe für Buchstabe auf die Region Vogelsberg. Dann übernahm Klaus Emrich die Ansage ihres 1. Auftritts. Und welch ein Glück: Zufällig stand unsere Kamera auf VIDEO. In unserem Youtube Kanal von HESSENMAGAZIN können Sie es sich ansehen: HIER <-KLICK.

Symbolische Vernetzung aller Akteure (c) Brigitta Möllermann

Symbolische Vernetzung aller Akteure (c) Brigitta Möllermann

Gleich danach wurden alle im Raum mithilfe eines Knäuels grüner Wolle vernetzt. Bei dem Spiel wurden die Vorzüge des alten Vulkans gleich beim Namen genannt: Vielfalt, Natur, Erholung, Arbeit, Aussichten, Land der 1000 Quellen, Schönheit, Zeitgeschichte, Eisenerz... Das Wort Heimat kam sogar zwei Mal vor.

Den VHC stellten Günther Krauthahn und Astrid Lünse vor (c) Brigitta Möllermann

Den VHC stellten Günther Krauthahn und Astrid Lünse vor (c) Brigitta Möllermann

Wer über die Wanderregion Vogelsberg spricht, darf den Vogelsberger Höhen Club (VHC) nicht vergessen zu erwähnen. Dieser Traditionsverein, der die Region deutschen Wanderfreunden schon im 19. Jahrhundert erschloss, ist bis heute aktiv. Knapp 50 Wege wurden von seinen Wegewarten ausgezeichnet, und immer wieder werden zudem neue Wanderführer ausgebildet. Günther Krauthahn und Astrid Lünse luden ein, an den angebotenen Aktionen - Wanderungen, Tagungen und Fahrten - aller Zweigvereine teilzunehmen.

Klaus Marbe betreibt die MTB-Schule Kokopelli (c) Brigitta Möllermann

Klaus Marbe betreibt die MTB-Schule Kokopelli (c) Brigitta Möllermann

Im Winter geht es mit Klaus Marbe von Kokopelli auf Schneeschuhen und im Sommer mit Mountainbikes durch den Oberwald. Seine MTB-Station direkt an der Taufsteinhütte liegt dafür ideal. Dort starten seine angebotenen Kurse und geführten Touren, die für unterschiedliche Leistungsstufen - auch für Kinder - konzipiert sind. In Kooperation mit Jürgen Carnier, dem Wirt der Taufsteinhütte, werden zudem an Gäste geländetaugliche Räder verliehen.

Aus Ulrichstein war Andreas Rüb zur Vorstellung gekommen (c) Brigitta Möllermann

Aus Ulrichstein war Andreas Rüb zur Vorstellung gekommen (c) Brigitta Möllermann

Andreas Rüb vom Tourismusbüro Ulrichstein stellte nicht nur seine eigenen Wander- und Wettertouren durch die Natur vor. Als Leiter des örtlichen Museums im Vorwerk ist er auch verantwortlich für die dortigen Veranstaltungen und Märkte. Wer allerdings eine Führung im Vogelsberggarten am Schlossberg von Ulrichstein buchen möchte, kann sich auch direkt an den zuständigen Geschäftsführer Richard Golle wenden. Die beliebten Windparkführungen werden dagegen von Stadtrat Erwin Momberger vorgenommen, der als ehemaliger Monteur der Anlagen über das rechte Spezialwissen verfügt.

Vom Korm bis zum Brot: Michael Kuss stellte sein Angebot vor (c) Brigitta Möllermann

Vom Korm bis zum Brot: Michael Kuss stellte sein Angebot vor (c) Brigitta Möllermann

Über seine historische Mühle im Eichelbachtal sprach Michael Kuss. Sein Onkel, der noch in der Mühle groß geworden ist, bietet nach Vereinbarung Führungen für Gäste - auch in Mundart - an.  Zurzeit wird die historischen Weidmühle in Eschenrod mit ihrer alten Originaltechnik als Museum hergerichtet. Alle drei Stockwerke des alten Gebäudes sind nur über die alten Treppen zu erreichen. Solch ein Ambiente begeisterte auch Reinhard Schall vom Hessischen Rundfunk, der bereits zu Besuch war und sicher noch einmal wiederkommen wird, wie zu hoffen ist. Am Deutschen Mühlentag zu Pfingsten öffnet Kuss sein Anwesen wieder - besuchergerecht mit Hoffest und Kunsthandwerkermarkt.

Vulkanforscherin Dr. Sabine Schmalz aus Lauterbach bietet Workshops für Kinder an (c) Brigitta Möllermann

Vulkanforscherin Dr. Sabine Schmalz aus Lauterbach bietet Workshops für Kinder an (c) Brigitta Möllermann

Die Biochemikerin und Lebensmittelchemikerin Dr. Sabine Schmalz präsentiert ihre Dienste mobil im Vogelsberg unter dem Motto: "Wissen ist heiß!" In verschiedenen Workshops können Kinder - und seit kurzem auch Erwachsene - mit ihr als "Vulkanforscher" naturwissenschaftliche Experimente tätigen und interessante Erfahrungen sammeln zum Magnetismus, Vulkanismus, der Energie und zur Umwelt. Kommentar von Hubert Straub, der sie bereits für sein Feriendorf gebucht hat: "Nicht ganz billig, aber gut!"

Geführte Feierabendtouren mit dem E-Bike beschrieb Elfriede Pfannkuche (c) Brigitta Möllermann

Geführte Feierabendtouren mit dem E-Bike beschrieb Elfriede Pfannkuche (c) Brigitta Möllermann

Für Elfriede Pfannkuches Feierabendtouren mit Pedelecs schalteten die Gäste des Abends auf Geheiß ihr "Kopfkino" an und folgten ihr ab Glauberg auf eine Runde durch die Wetterau. Im Jahr 2016 sind insgesamt 20 Touren im Programm. Neu darunter sind jetzt Zweitagesfahrten inklusive Übernachtung. Am Ende ihres Vortrages wies sie darauf hin, dass über sie nur geführte Touren angeboten werden. Wer sich ohne Guide im Vogelsberg auf den Weg machen möchte, kann sich ein entsprechendes Rad mit Elektroantrieb im Infozentrum auf dem Hoherodskopf mieten.

Der evangelische Pfarrer Kurt Racky ist Mitbegründer der  Bonifatius-Route (c) Brigitta Möllermann

Der evangelische Pfarrer Kurt Racky ist Mitbegründer der Bonifatius-Route (c) Brigitta Möllermann

Seit 1988 ist Kurt Racky Pfarrer in Lißberg, daneben leitet er das dortige Musikinstrumente-Museum, singt im Bonifatius-Ensemble und begleitet Events auf alten Instrumenten. An diesem Abend stellte er den Heiligen Bonifatius dar, nach dem die ca. 180 km lange Pilgerroute benannt wurde, die auf den Spuren seines Trauerzuges von Mainz nach Fulda durch den Vogelsberg angelegt wurde. Organisierte Touren für Wanderer und Pilger sowie Veranstaltungen entlang der Strecke veröffentlicht der Trägerverein Bonifatius-Route e.V. auf seiner Homepage. Dank guter Beschilderung ist es jedoch immer möglich, die Strecke von Mainz nach Fulda in mehreren Etappen selbst zu erwandern.

An seinem Modell einer Erzbergbaugrube: Werner Wißner (c) Brigitta Möllermann

An seinem Modell einer Erzbergbaugrube: Werner Wißner (c) Brigitta Möllermann

Der historische Bergbau im Vogelsberg wurde nie offiziell dokumentiert, bis sich eines Tages ein paar Geschichts- und Kulturinteressierte aus Weickartshain mit dem Verein Kunstturm Mücke zusammentaten, um für die Nachwelt die einzelnen Stationen zu beschreiben. Werner Wißner brachte eins seiner Modelle mit und berichtete über die ersten beiden Erzwanderwege. Bislang sind es die Routen "Süd" und "Mitte", die rund um Mücke, Grünberg, Laubach und Hungen anhand von Schautafeln interessante Informationen zum früheren Bergbau der Region liefern. Ganztägige Führungen werden von dem kleinen Verein selten veranstaltet, doch der Kulturring Weickartshain e.V. ist immer ansprechbar, wenn es um Auskünfte geht. Momentan arbeitete man an der Konkretisierung des Erzweges Nord.

Hartmus Kraus aus Homberg / Ohm erzählte von den Highlights aus dem westlichen Teil des Vogelsberges (c) Brigitta Möllermann

Hartmus Kraus aus Homberg / Ohm erzählte von den Highlights aus dem westlichen Teil des Vogelsberges (c) Brigitta Möllermann

Ganz im Westen tut sich etwas: Hartmus Kraus von der Tourismuskommission Homberg ließ als letzter an diesem Abend die Zuhörer vor der Bühne begeistert an den Angeboten der westlichsten Stadt im Vogelsbergkreis teilhaben. Er vermeldete einige Erfolge, z. B. ist die Stadtführung jede Woche mit dem Nachtwächter bis November ausgebucht, und die knapp 10 km lange Runde durch das "Sagenhafte Schächterbachtal" wurde mit ihren 76 Erlebnispunkten als einer der schönsten Premium-Wanderwege ausgezeichnet. Neben einem abwechslungsreichen Naturraum bietet Homberg auch einige kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, beispielsweise das von den Schlosspatrioten betriebene Schloss sowie die historische Innenstadt. Kultur wird dort groß geschrieben, u. a. in den Wochen von "Ohm Sweet Ohm".


To be continued...

Ein paar Geheimnisse wurden an diesem Abend in Herbstein noch nicht offen gelegt. So bietet z. B. Thomas Klöpper-Mayer in Lauterbach Vollmondwanderungen auf dem Hainig an. Und so wie sich Eingeweihte jedes Jahr zu Himmelfahrt in der Burgruine von Lißberg zu den Drehleiertagen treffen, versammeln sich auch in Lauterbachs Jugendherberge in jedem Hochsommer die Harfenspieler zu Workshops und Konzerten.

Daneben kann man an vielen kulturellen Events - beispielsweise im Rahmen des Kultursommers - teilnehmen. Auch Fuhrmannstage, Messen und große Märkte in Alsfeld und Lauterbach locken viele Besucher an. Von den Geschichtsvereinen werden außerdem interessante Aktionen in Museen (Spinn-Nachmittage, handwerkliche Vorführungen und Ausstellungen) offeriert.

Keine Frage, wenn man dann noch die Schlachtfeste und lustigen Vereinsfeste hinzurechnet, kann es eigentlich nie richtig langweilig werden auf dem alten Vulkan Vogelsberg :-)

Quelle: Brigitta Möllermann


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