Der Hoherodskopf, der Hausberg des Vogelsberges Vogelsberglandschaft bei Altenschlirf Schwimmbad in Schotten Die Teufeslmühle in Ilbeshausen Niedermooser See Herbstein, die Stadt auf dem Berge

Wie der Vogelsberg zu seinem Namen kam.

Es ist schon lange her, da lebte droben auf dem Vogelsberg ein armer Schmied. Der musste sich von früh bis spät plagen und hatte doch oft nicht das Brot für seine hungrigen Kinder. In seiner Verzweiflung rief er nachts auf dem Kreuzweg den Teufel herbei und verschrieb ihm für viel Geld und Gold seine Seele.

Der Schmied handelte drei Jahre Aufschub aus; der Teufel sollte die Seele bekommen, wenn er dann drei Fragen richtig beantworten konnte. Der Teufel willigte ein und von nun an hatte der arme Schmied viel Geld, ein herrliches Leben ohne Hunger und Sorgen begann.

Aber die Zeit verging schnell. Dem Schmied wurde immer weher ums Herz, je näher der gefürchtete Tag heran rückte. Als er wieder einmal trübselig an seinem Amboss stand, kam plötzlich ein buckliges altes Weiblein herein und sagte: "Ich weiß sehr wohl, wo dich der Schuh drückt. Aber hab keine Angst. Wir spielen dem Teufel einen Streich. Deine Seele soll er nicht kriegen."

Wenn er drei Proben ablegen soll, gibst du ihm als erstes eine Handvoll von deinen krausen Haaren, die soll er grade schmieden. Zum zweiten mußt du ein Stück Eisen schmieden, woraus man entweder eine Feuerschippe oder eine Krauthacke machen kann. Dann fragst du den Teufel, was es werden soll. Sagt er eine Schippe, dann schlägst du das Werkstück einfach krumm und machst eine Hacke daraus. Bei der dritten Probe muss dir deine Frau behilflich sein. Sie soll sich in einem Backtrog mit Brotteig wälzen, anschließend in ein Bett mit losen Federn legen und sich danach auf einen Baum setzen. Das wird lustig aussehen. Den Teufel fragst du, was für ein schöner Vogel das wohl sei."

Als die drei Jahre auf den Tag vorüber waren, befolgte der Schmied genau die Anweisungen des klugen Kräuterweibleins und wartete auf die Ankunft des Teufels. Der Bösewicht fand sich ein, um seine Beute abzuholen. War er anfangs noch siegessicher und voller Spott, so verfinsterte sich nach den ersten beiden Proben sein Gesicht. Als er aber den merkwürdigen Vogel sah und ihn nicht erraten konnte, wurde er außer sich vor Zorn darüber, dass ihn der Schmied genarrt hatte. Einen derartigen Vogel hätte er auf der ganzen Welt noch nicht gesehen wie in dem elenden Vogelsberg. Und er fuhr dabei mit Geschrei und Gestank in die Lüfte. Von jener Stund an hieß; die Gegend der Vogelsberg.

Team Digital