Land & Leute

Erinnerungen bewahren: Verewigt auf einer Bank

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 Karin Schaab-Essinger (r.) auf ihrer neuen Bank (c) GTS

Karin Schaab-Essinger (r.) auf ihrer neuen Bank (c) GTS

Nicht nur Grabsteine, Plaketten oder auch ein Schloss an einer Brücke dienen dem Erinnern an großes geschichtliche Ereignisse oder an die große Liebe. Eine neue Art des Erinnerns wurde jetzt in Schotten ins Leben gerufen, die auch demjenigen zugutekommt, der nichts mit der Inschrift anfangen kann. Auf einer „Gedenkbank“ kann man nun im Alteburg-Park in der Sonne sitzen und den Enten auf dem Teich zusehen.

An ihren lieben Mann denkt auf diese Weise Karin Schaab-Essinger. Nach seinem Ableben kam die Wahl-Kanadierin auf die Idee, eine Bank samt Inschrift an einem allgemein zugänglichen Ort aufzustellen. So hätte jeder vorbeikommende Spaziergänger etwas davon und könne die Inschrift lesen. Bei der Stadtverwaltung kam die Idee gut an, denn Bänke kann Schotten immer brauchen, um die Innenstadt für Einheimische sowie Touristen attraktiver zu gestalten. Auch an vielen Wanderwegen der Großgemeinde fehlen noch geeignete Plätze zum Ausruhen und Genießen der Aussicht.

„Das ist auch eine tolle Idee für Hochzeitspaare!“ ist Schaab-Essinger überzeugt. „Auf diese Weise können Frischvermählten immer zu ihrer Aussicht und ihrer Bank zurückkehren und haben einen Ort, sich ihrer Liebe zu erinnern.“

Firmen und Vereine sind ebenso eingeladen, Bänke zu spenden und mit sinnigen oder witzigen Sprüchen zu beschriften. Teuer müssten diese Modelle nicht sein, mehr als 400 Euro seien nicht nötig. Herstellen könnte die Eichenholz-Bänke die Firma Arctic-Products aus Grebenhain.

Die erste Bank, gebaut von Susanne Repp-Fecho, steht bereits am Eingang zum Alteburg-Park, gespendet von Karin Schaab-Essinger für ihren Mann Heinrich Schaab: „Seele des Menschen – wie gleichst du dem Wasser. Schicksal des Menschen – wie gleichst du dem Wind. Heinrich Schaab – 1925-2014“ ist als Zitat von Johann Wolfgang von Goethe in die Plakette an der Rückenlehne eingraviert.

Weitere Bänke sollen folgen, so für Willi Döll und für Frieda Seipel. Geeignete Plätze werden hierfür noch gesucht. Wer auch eine eigene Bank spenden möchte, kann sich mit Karin Schaab-Essinger in Verbindung setzen unter Telefon 06044-2425.

Foto: Karin Schaab-Essinger (r.) auf ihrer neuen Bank zum Gedenken an ihren verstorbenen Mann, die ab sofort Spaziergänger im Alteburg-Park Schotten zum Verweilen einlädt. Mit auf der Bank sitzt Bürgermeisterin Susanne Schaab. Dahinter stehen Markus Hoßfeld, Geschäftsführer der Gesellschaft für Tourismus und Stadtmarketing Schotten mbH und Ehrhard Habelt, Ortsvorsteher der Kernstadt Schotten.

Quelle: Gesellschaft für Tourismus und Stadtmarketing Schotten