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Land & Leute

Schon wieder: Die Stockhäuser spinnen :-)

Gesponnen in Stockhausen (c) Privat

Gesponnen in Stockhausen (c) Privat

In der Walpurgisnacht 2013 fing es an: Umtriebige Frauen aus Herbstein-Stockhausen verschönerten nachts ihr Ortsbild mit bunten Strickgebilden. Der Straßenverkehrsbehörde war das ein Dorn im Auge, dem Hessenfernsehen jedoch einen schönen Bericht wert. Nun ist es gelungen, echt einmal richtig zu spinnen - großfomatig und unübersehbar.

In guter Gesellschaft: Die Frauen im Vogelsberg

Guerilla Knitting

Guerilla Knitting (zusammengesetzt aus guerrilla – von span. guerrilla für „kleiner Krieg“ – und engl. Knitting für „Stricken“) auch Urban Knitting, Radical Stitching, Yarn bombing oder gestricktes Graffito (Knitted graffiti), ist eine Form der Streetart, bei der Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken verändert werden. Dies kann vom Anbringen von gestrickten Accessoires bis zum Einstricken ganzer Stadtmöbel reichen. Die Knittings können lediglich der Verschönerung dienen oder auch eine symbolische Bedeutung haben, wobei häufig feministische Aussagen anzutreffen sind.

Die erste Vereinigung von Guerilla-Strickern nennt sich Knitta Please. Sie nahm ihren Anfang 2005 in Houston (Texas), als Strickerinnen begannen, Türklinken mit gestrickten Accessoires zu verschönern, anstatt Socken, Handschuhe oder Pullover zu stricken. Das gestrickte Graffito ist heute überwiegend in Amerika, England und Spanien bekannt. Über das Internet ist die Szene gut durch einen Teil der Blogosphäre vernetzt. Wegbereiterin der Szene in Deutschland ist seit 2010 die Künstlerin Silke Bosbach.

In Frankfurt am Main traten die ersten Guerilla-Strickarbeiten im Jahre 2010 in Erscheinung, in Bochum im Jahre 2011. Im Klausenerplatz-Kiez in Berlin-Charlottenburg fand man im Sommer 2010 die ersten Knittings. In München verteilen seit Anfang 2011 zwei Studentinnen Guerilla-Strickarbeiten in der Stadt und sehen dies als „sehr weibliche Form der Streetart“.

Die Knittings werden auch als eine Form der politischen Äußerung eingesetzt, so tauchten in Stuttgart 2010 am Bauzaun des Hauptbahnhofs seit dem Abriss des Nordflügels (Projekt Stuttgart 21) Knittings von Projektgegnerinnen auf.

Am 19. März 2011 wurde in Wien im Rahmen einer Demonstration zum Frauentag die Ringstraße mit zahlreichen Guerilla Knittings versehen. Trotz einer Genehmigung und finanzieller Unterstützung der Stadt wurden die Kunstwerke direkt nach der Demonstration von der Straßenreinigung entfernt und zerstört.

In Münster wurde Anfang März 2013 von der Stadt die Genehmigung erteilt, an den Pfählen, Ampeln, Laternen und Schildern der Warendorfer Straße im Rahmen der unpolitischen Aktion „Hand drauf!“, die dem Guerilla Gardening nachempfunden ist, acht Wochen lang Strickwerk oder Häkeleien anzubringen. (Quelle: Wikipedia)

Über unsere Strickguerilla mitschmunzeln: HIER <-KLICK 

 

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