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Kultur & Bildung

Regionalgeschichte: Verhüttung von Vulkangestein

Neues Exponat im Vulkaneum: Rennofen - Modell (c) Brigitta Möllermann

Neues Exponat im Vulkaneum: Rennofen - Modell (c) Brigitta Möllermann

Das Schottener Vulkaneum hat im April 2018 seine Ausstellung um ein Rennofen-Modell erweitert, das von Jürgen Löffler-Wegwerth aus Hochwaldhausen gebaut wurde. Er verwendete dafür Naturmaterialien - Lehm und Stroh - direkt aus dem Vogelsberg. Anschaulich gezeigt wird durch diese maßstäblich verkleinerte Darstellung, wie schon in sehr früher Zeit Eisenerz geschmolzen werden konnte.


Gut zu wissen

Von der Eisenzeit (750 v. Chr.) bis in die frühe Neuzeit wurde der Rennofen in ganz Europa über einen Zeitraum von über 2400 Jahren zur Eisengewinnung verwendet. Im Vogelsberg entstand Eisenerz durch die Verwitterung von Basalt.

Um an das wertvolle Roheisen zu gelangen, wurden die Öfen aus Lehm gebaut, im Inneren ein Feuer entzündet und schichtweise mit Holzkohle und zerkleinertem Eisenerz befüllt. Die knapp über dem Boden angebrachten „Windlöcher“ dienten der Luftzufuhr (Blasebalg).

Das Feuer im Rennofen erreicht Temperaturen von über 1150 °C, heiß genug, um das Gestein zum Schmelzen zu bringen. Wird der Ofen angestochen „rinnt bzw. rennt“ (daher der Name) der Schmelzrückstand (Schlacke) heraus.

Das weißglühende Roheisen (Luppe) wurde nun herausgezogen und umgehend kräftig geschmiedet. In den Handel kam es als Spitzbarren oder Halbfertigfabrikat für Gebrauchsgegenstände und Waffen.

Quelle Text 'Gut zu wissen': www.vulkaneum.com <-KLICK


Eisen im Vogelsberg, ein begehrtes Metall

Schlackenspuren der Waldschmiede

Schon die Kelten und Römer gruben nach Eisen. Bis heute zeugen neben Funden auch viele Orts- und Flurnamen in unserer Region vom Abbau entsprechender Bodenschätze. Z. B. der Ort Steinberg, wo Bergleute wohnten, die für den Grafen zu Stolberg in Hirzenhain Erz abbauten. Eine Menge Informationen hat die Arbeitsgemeinschaft Regionalgeschichte in Lißberg zusammengetragen: HIER <-KLICK.

Industrialisierung - Arbeit in Vogelsberger Bergwerken

Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die späten 1960er Jahre wurde im westlichen Vogelsberg im Tagebau Eisenerz abgebaut. Die ERZWEGE, zwei besondere Rundwege, dokumentieren diese Geschichte der letzten hundert Jahre. Mehr dazu: HIER <-KLICK.

Steinreicher Vogelsberg und Rote Erde

Im Vogelsberg sind mindestens 40 ehemalige Eisenstein-Gruben bekannt, die einst zum Bergrevier Oberhessen gehörten. Eine nette Story über "Die letzte Eisenhütte im Schwarzbachtal" plus eine Handzeichnung mit einem Rennofen findet man HIER <-KLICK.

Das Gemeindearchiv in Gemünden (Felda) gewährt Blicke in die Vergangenheit der Dörfer. Unter anderem geht es um Eisenerzbergbau in der Region und den Alltag der rund 1.000 Bergleute, die im letzten Jahrhundert in den Abbaustätten auf dem Gemeindegebiet von Gemünden arbeiteten. Modelle, Bilder und Originalexponate jener Zeit werden archiviert in der ehemaligen Schule, dem DGH im Ortsteil Burg-Gemünden: HIER <-KLICK.

Durch die jahrelange Verwitterung eisenhaltigen Basalts findet man in geologischen Senken im Vogelsberg den Brauneisenstein etwa 20 Meter tief zwischen tonartigen, lehmigen Schichten. Mehr dazu: HIER <-KLICK

Zusammenstellung (c) Brigitta Möllermann


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2018 Vogelsberg