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Energie & Natur

Gut zu wissen: Ozon im Sommer

Freuen Sie sich über frischen Wind und ein paar Wölkchen (c ) Brigitta Möllermann

Freuen Sie sich über frischen Wind und ein paar Wölkchen (c ) Brigitta Möllermann

Big Blue bei afrikanischen Temperaturen

Hitzeperioden in den Monaten April bis September sind körperlich belastend. Einerseits durch die hohen Temperaturen, andererseits durch erhöhte Ozonkonzentrationen in der Luft. Besonders intensive Sonneneinstrahlung führt zu ansteigenden Ozonwerten, die im Laufe des Tages zunehmen und erst am Abend zurückgehen.

Als eine Art Sommersmog bezeichnet man die Belastung bodennaher Luft. Sie tritt besonders stark bei sonnigem Wetter auf und entsteht aus Stickstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen in Verbindung mit der UV-Strahlung der Sonne. Die Geruchsschwelle von Ozon liegt bei 40,2 µg/m³, doch man gewöhnt sich schnell an den Geruch und nimmt ihn dann nicht mehr wahr.

Der unsichtbare Luftschadstoff führt in höherer Konzentration zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Atemwege. In einer Höhe von 20 bis 30 Kilometern, oben in der Atmosphäre, wird die Erde allerdings durch eine Ozonschicht vor der schädlichen Ultraviolettstrahlung der Sonne geschützt (Thema: "Ozonloch"). Das bodennahe Gas Ozon aber ist giftig für uns, greift Seh- und Atmungsorgane an und schädigt Pflanzen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Informationsgrenze zur Unterrichtung der Bevölkerung liegt bei 180 μg/m3 (Mikrogramm pro Kubikmeter − im Mittelwert über eine Stunde). Dann wird von offiziellen Stellen empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden und auf sportliche Aktivitäten zu verzichten. Durch Gewitter oder eine dichte Bewölkung entspannt sich die Situation. Auch Regen und Wind lassen die Ozonkonzentration zurückgehen.

Die Ozonbelastung der Umwelt wird von Luft-Messstationen ermittelt und regelmäßig in Belastungskarten dargestellt: Aktuell und rückwirkend - Deutschlandkarte ansehen - HIER <-KLICK.

Hessenkarte: HIER <-KLICK und die Prognose: HIER <-KLICK

Ziel zum Schutz der menschlichen Gesundheit: Der zulässige (erträgliche?) 8-Stunden-Mittelwert eines Tages ist seit dem Jahr 2010 auf 120 µg/m3 festgelegt. Dieser Wert sollte an höchstens 25 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden, gemittelt über drei Jahre - inklusive der kalten Zeiten des Winters. Das bedeutet, Über- und Unterschreitungen sind dabei durchaus möglich. Das langfristige Ziel bis 2020 ist es, den zulässigen 8-Stunden-Mittelwert von 120 µg/m3 am Tag ganzjährig einzuhalten. Überschreitungen sollen dann eigentlich nicht mehr auftreten.

Für die Ozonkonzentration existiert die Informationsschwelle von 180 µg/m3 (1-Stunden-Wert) und eine Alarmschwelle von 240 µg/m3 (1-Stunden-Wert). Diese wurde durch die Reduzierung von Abgasen in den letzten Jahren immer weniger erreicht und 2013 wohl gar nicht mehr. Trotzdem veröffenlicht das HLUG: "Die Immissionsbelastung durch verkehrsbedingte Luftschadstoffe stellte auch im Jahr 2013 ein wesentliches Problem dar."

Wer es genau wissen möchte, liest den 28-seitigen Jahresbericht 2013 des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG): HIER <-KLICK

Alle Informationen zu Ozon gibt es auf der Webseite des Umweltbundesamtes: HIER <-KLICK

2018 Vogelsberg