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Energie & Natur

Abnahme der Renaturierungsmaßnahmen am Hochmoor in der Breungeshainer Heide

V. l.: Ruben Max Garchow, Rupert Meier und Anja Püchner (c) Brigitta Möllermann

V. l.: Ruben Max Garchow, Rupert Meier und Anja Püchner (c) Brigitta Möllermann

Zum Abschluss der Renaturierungsmaßnahmen im Hochmoor Breungeshainer Heide begrüßten Anja Püchner, Leiterin des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum und Ruben Max Garchow, Projektleiter des Naturschutzgroßprojekts Vogelsberg, die Beteiligten vor der neu installierten Infotafel zum Thema Hochmoor.

Interessierte Gäste (c) Brigitta Möllermann

Interessierte Gäste (c) Brigitta Möllermann

Gekommen waren unter anderem Frau Dr. Anschlag, vom Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Uwe Prihoda und Klaus Pfarrer vom Forstamt Schotten, Christina Plass vom Geopark, Dr. Wolfgang Dennhöfer, Erst Happel und Karl-Heinz Zobich als Mitglieder des Vorstandes des Trägervereins des Naturschutzgroßprojekts, sowie Gudrun Huber-Kreuzer von der Unteren Naturschutzbehörde. Fachkundig unterstützten die mit der Planung und Bauüberwachung betrauten Planer Wolfgang Wagner (Planwerk Nidda) und Rupert Meier (Meier & Weise).

Interessante Erklärungen im Hochmoor (c) Brigitta Möllermann

Interessante Erklärungen im Hochmoor (c) Brigitta Möllermann

Ruben Max Garchow präsentierte die Infotafel, auf der auch die Wiederherstellungsmaßnahmen ausführlich erläutert werden. Mit Gummistiefeln gewappnet wagte sich die Gruppe nach der theoretischen Einführung in das nun sehr nasse Hochmoor, dass zu diesem Anlass ausnahmsweise mit Erlaubnis des Regierungspräsidiums Gießen betreten werden durfte.

Maximaler Wasserstand (c) Brigitta Möllermann

Maximaler Wasserstand (c) Brigitta Möllermann

Die Veränderungen waren nicht zu übersehen. Inzwischen hat sich am ehemaligen Torfstich ein kleiner See gebildet und auch hinter den meisten anderen Dämmen staut sich nun das Wasser. Die sehr nassen Bedingungen der letzten Monate haben die Entwicklung zusätzlich unterstützt und für die hohen Wasserstände im Moor gesorgt. Auf die Moorvegetation wird sich die neue Situation sehr positiv auswirken, so Projektleiter Ruben Max Garchow.

Junge und alte Karpatenbirken (c) Brigitta Möllermann

Junge und alte Karpatenbirken (c) Brigitta Möllermann

Die Birken jedoch, die aktuell in den ehemaligen Torfstichen stehen, werden im Laufe der Zeit absterben, höher gelegene bleiben uns aber erhalten, erklärt er weiter. Auch das momentan sehr dominante Pfeifengras, das das Moor mit Bulten überzieht wird mittelfristig durch die im Frühjahr weiß leuchtenden Wollgräser ersetzt. Das Pfeifengras ist an wechselnde Bodenfeuchte angepasst und kommt mit dem jetzt dauerhaft vernässten Boden nicht zu Recht.

Die Vegetation erholt sich in den nächsten Jahrzehnten (c) Brigitta Möllermann

Die Vegetation erholt sich in den nächsten Jahrzehnten (c) Brigitta Möllermann

So wird Platz für Wollgras, Moosbeere und Co., die in einem intakten Moor wachsen. Das Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg, und dem stimmen die geladenen Gäste zu, ist sehr zufrieden mit der Entwicklung und auch darüber, wie die Umsetzung der aufwendig geplanten Maßnahmen geklappt hat.

Gudrun Huber (rechts) fotografiert eins der seltenen Torfmoose (c) Brigitta Möllermann

Gudrun Huber (rechts) fotografiert eins der seltenen Torfmoose (c) Brigitta Möllermann

Der Bau der Dämme im Moor fand im Winter letzten Jahres statt, um das Moor und die Pflanzen zu schonen. Die Spezial-Firma aus Bayern hat gute Arbeit geleistet und durch ihre Erfahrung sind die Bodenschäden minimal geblieben.

Ernst Happel, ehemaliger Chef des Naturparks, kennt sich hier gut aus (c) Brigitta Möllermann

Ernst Happel, ehemaliger Chef des Naturparks, kennt sich hier gut aus (c) Brigitta Möllermann

Zum aktuellen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass die Regeneration des Hochmoores gelingen kann und die Funktionen des Moores wiederhergestellt werden können. Moore haben nämlich eine bedeutende Klimaschutz- und Biodiversitätsfunktion, sind Nähr- und Schadstoffspeicher, tragen zum Hochwasserschutz bei und sind wichtige Bestandteile unserer Erholungslandschaft.

Quelle Text: Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg (unredigiert)

2018 Vogelsberg