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Energie & Natur

Vogelgrippe: Die Stallpflicht im Vogelsbergkreis wird aufgehoben

Dürfen wieder ins Freie: Hühner und Gänse (c) Brigitta Möllermann

Dürfen wieder ins Freie: Hühner und Gänse (c) Brigitta Möllermann

Das Umweltministerium hatte am 2. Februar 2017 per Erlass die vorzeitige Aufhebung für Kreise mit geringer Geflügeldichte und keinen Wildvogelrast- und brutgebieten ermöglicht. "Das ist hier im Vogelsbergkreis der Fall," erläutert Landrat Görig. Konkret bedeutet es, dass die Stallpflicht im gesamten Kreisgebiet aufgehoben wird. Ausnahme sind die „Restriktionszonen“ rund um den Stausee bei Antrifttal. Davon betroffen sind 55 Geflügelhalter, für die weiter die Stallpflicht und weitere Auflagen gelten.

Der Grund ist der Fund eines toten Schwans im Januar am Stausee bei Antrifttal im Vogelsbergkreis. Bei ihm wurde das Vogelgrippevirus vom Typ H5N8 nachgewiesen. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat daraufhin Sperrbezirke rund um den Antrifttal-Stausee festgelegt. „Mit Ausnahme dieses Gebiets wird jedoch im restlichen Vogelsbergkreis die bisher angeordnete Stallpflicht aufgehoben“, verkündet Landrat Manfred Görig.

Um Risiken auszuschließen, müsse die Überwachungszone am Stausee geschaffen werden, um den vorbeugenden Seuchenschutz zu gewährleisten. So schreibt es das Gesetz vor. Für die Bevölkerung besteht – und bestand – keine Gefahr, denn dieses Virus verursacht nur beim Geflügel Erkrankungen. Infektionen des Menschen mit H5N8 sind bisher nicht bekannt.

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet

Was heißt das für Geflügelhalter sowie für Hunde- und Katzenbesitzer in der Nähe von Antrifttal?

Der Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Fundort des Schwans umfasst die Gemarkung Angenrod und den gesamten angrenzenden Stausee der Antrifttalsperre einschließlich einer 1000 Meter breiten Zone um den Stausee. In diesem Sperrbezirk befinden sich fünf Geflügelhaltungen, die zur Zeit amtstierärztlich untersucht werden. Dort gelten für die Dauer von 21 Tagen verschiedene Schutzmaßnahmen sowie in Verbot des Verbringens von gehaltenen Vögeln, Bruteiern, Fleisch und Fleischerzeugnissen aus dem Sperrbezirk.

Um diesen Sperrbezirk herum wurde darüber hinaus ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern festgelegt. Dort liegen die Orte Seibelsdorf, Ohmes, Vockenrod, Reibertenrod, Leusel und Billertshausen mit 50 Geflügelhaltungen. Das heißt, gehaltene Vögel dürfen für die Dauer von 15 Tagen nicht aus dem Beobachtungsgebiet verbracht werden.

Sowohl im Sperrbezirk als auch im Beobachtungsgebiet dürfen Hunde und Katzen nicht frei laufen und wer Geflügel hält, muss es weiterhin in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung halten.

Für den übrigen Vogelsbergkreis gilt

  • Die Stallpflicht im übrigen Vogelsbergkreis wird aufgehoben.
  • Geflügelausstellungen und Märkte bleiben weiterhin verboten.
  • Trotz der Lockerungen im größten Teil des Landkreises empfiehlt das Veterinäramt den Tierhaltern auf Hygienemaßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung des Vogelgrippe-Virus zu achten.

Hinweis: Seit Herbst 2016 sind vom Vogelsberger Veterinäramt 32 tote Vögel zur Untersuchung ans Landeslabor in Gießen weitergeleitet worden. Alle Fälle waren negativ, es gab also bisher keine Anhaltspunkte für die Vogelgrippe im Vogelsbergkreis. Dies ist nun bei dem aufgefundenen Schwan in Antrifttal anders, erläutert Dr. Dolderer-Litmeyer, Leiterin des Veterinäramtes.

Mehr Informationen finden Sie HIER <-KLICK.

Quelle Text: Pressestelle Vogelsbergkreis

2018 Vogelsberg