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Aktuelles im Vogelsberg

Im Sommer 2018 wird die Staumauer der Nidda-Talsperre saniert

Teilnehmer der Pressekonferenz des Wasserverbandes an der Nidda-Talsperre (c) Brigitta Möllermann

Teilnehmer der Pressekonferenz des Wasserverbandes an der Nidda-Talsperre (c) Brigitta Möllermann

Der Staudamm der Nidda-Talsperre, die südlich von Schotten den Hochwasserschutz seit 1970 sicherstellt, soll saniert werden. “In diesem Sommer müssen Besucher deswegen auf manche Freizeitvergnügen verzichten”, erläuterte Verbandsvorsteher Joachim Arnold bei einer Pressekonferenz im Mai. Der Wasserverband Nidda hat inzwischen mit den Baumaßnahmen begonnen, die bis zum November andauern werden.

Der Absperrdamm besteht aus einer Steinschüttung von mehr als 300.000 Kubikmeter Vogelsbergbasalt. Sie ist mit einer Asphaltbetonaußendichtung belegt, die einer Erneuerung bedarf. Etwa elf Zentimeter davon werden im Juli und August abgefräst. Auf der darunter liegenden Binderschicht wird dann eine neue Dichtungsschicht aufgebaut.
 
Wie Arnold weiter ausführte, wird die Maßnahme auf einer Fläche von ca. 10.000 Quadratmetern zwischen der Dammkrone mit einer Höhe von 237 Meter über Normalnull und 220 über Normalnull erfolgen. Abschließend soll die gesamte Fläche mit einer Mastixversiegelung als Schutzschicht bedeckt werden.

Der Wasserstand wurde seit dem letzten Jahr auf 216 Metern über Normalnull abgesenkt. Damit ist das Sommerstauziel von ca. 4,2 Millionen Kubikmeter auf etwa 530.000 Kubikmeter deutlich reduziert. „Um auch Unvorhergesehenes abfedern zu können, lassen wir zwischen der Sanierungsgrenze und der Wassergrenze rund sechs Höhenmeter, die einerseits als Arbeitsraum für die Maschinen, andererseits als Hochwasserschutzraum benötigt werden“, meinte Arnold.

Auf dem Trockenen: Der Überlauf der Talsperre soll ebenfalls saniert und gegebenenfalls erhöht werden (c) Brigitta Möllermann

Auf dem Trockenen: Der Überlauf der Talsperre soll ebenfalls saniert und gegebenenfalls erhöht werden (c) Brigitta Möllermann

Hochwasserschutz und Naherholung am See bleiben erhalten

"Der begehbare Damm auf der Staumauer wird zwar bis September gesperrt, aber der fünf Kilometer lange Rundweg um den See bleibt erreichbar. Er führt lediglich über einen kleinen Umweg unterhalb der Mauer", ergänzte Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab. "Schwimmen, Angeln und Segeln sind nicht möglich, weil nur ein Rest Wasser für Fische und Kleinlebewesen übrig bleibt. Aber auf den Wiesen kann man sich weiter sonnen und chillen. Auch die Campinggäste, Radler und Wanderer am See werden kaum beeinträchtigt sein."

Übersichtsplan anschauen: HIER <-KLICK

Foto oben: Verbandsvorsitzender Joachim Arnold, die Bauleiterin der Frma WALO aus der Schweiz, Stefan Schulz, Betriebsleiter des Wasserverbandes Nidda, Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab, Talsperrenmeister Armin Hudetz und Sophie Charlotte Kuhlmann von der Planungsfirma CMC Wasserbau Projekte (c) Brigitta Möllermann

2018 Vogelsberg