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Aktuelles im Vogelsberg

Förderprogramm Dorfentwicklung: Übergabe der Bescheide in Schlitz

Marktplatz in Schlitz (c) Brigitta Möllermann

Marktplatz in Schlitz (c) Brigitta Möllermann

Umweltministerin Priska Hinz überreichte die drei Anerkennungsbescheide in Schlitz

„Ein großer Teil der hessischen Bevölkerung lebt im ländlichen Raum. Zugleich trifft die demografische Entwicklung kleinere Kommunen stärker als den Ballungsraum Rhein-Main oder Universitätsstädte. Mit dem Programm Dorfentwicklung können wir gezielt kleinere Städte und Gemeinden fördern, die attraktiv und lebenswert bleiben und ihre Einwohnerinnen und Einwohner halten wollen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz in Schlitz. Dort überreichte sie den Vertretern von drei Gemeinden den Anerkennungsbescheid für die Aufnahme in das Förderprogramm Dorfentwicklung.

Die Stadt Schlitz im Vogelsberg, die Stadt Sontra im Werra-Meißner-Kreis sowie die Gemeinde Ottrau im Schwalm-Eder-Kreis. Alle drei Kommunen sind nun aufgefordert, innerhalb der nächsten 18 Monate ein Integriertes Entwicklungskonzept aufzustellen. Anschließend beginnt die sechsjährige Förderphase.

Schlitz: Infrastruktur verbessern und Vereine stärken

Die Stadt Schlitz ist über Hessen hinaus als „Romantische Burgenstadt“ bekannt. Sie Stadt liegt zwischen den Mittelgebirgen Vogelsberg, Rhön und Knüll und ist Teil der LEADER-Region Vogelsberg. Die Stadtteile Fraurombach, Hutzdorf, Queck und Pfordt waren bereits Teil des hessischen Förderprogramms „Dorferneuerung“. Die Kernstadt von Schlitz wurde ebenfalls bis 2015 durch die Städtebauförderung unterstützt.

In Schlitz wird bürgerschaftliches Engagement groß geschrieben: Verschiedene Stadtteile haben bereits mehrfach erfolgreich im Wettbewerb „Unser Dorf“ teilgenommen. Mit den Fördermitteln der Dorfentwicklung möchte die Stadt daher die Vereinsstrukturen unterstützen. Außerdem soll die Infrastruktur, vor allem die mobile Erreichbarkeit der Stadt sowie der Stadtteile, verbessert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist, Nutzungskonzepte für leerstehende Gebäude aufzustellen. Die Stadt möchte darüber hinaus die Kernstadt als Versorgungszentrum erhalten.

Hintergrund

Mit der Neuaufnahme der acht Förderschwerpunkte befinden sich im Programmjahr 2017 insgesamt 155 Dorfentwicklungsschwerpunkte mit 737 Orts-/Stadtteilen in der Förderung.

Die Fördermöglichkeiten umfassen neben Investitionen in Gebäude und Grundversorgung auch soziale und kulturelle Vorhaben sowie Dienstleistungen für Beratung, Moderation und Marketingmaßnahmen für Innenentwicklungsprojekte. Darüber hinaus ist der städtebaulich verträgliche Rückbau (Abriss von Gebäuden) möglich. Als identitätsstiftende Maßnahme wird neu die Ausweisung strategischer Sanierungsbereiche mit erhöhten Fördersätzen für private Vorhaben eingeführt.

Fördergrundlage ist ein von jeder Kommune individuell zu erstellendes integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) mit einer zukunftsfähigen kommunalen Gesamtstrategie. Dafür stehen in den nächsten Jahren durchschnittlich ca. 24 Mio. Euro an Fördermitteln von EU, Bund und Land zur Verfügung, so die Ministerin abschließend.

Quelle Text: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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2017 Vogelsberg